Eine Million Bienen für 100 Prozent Bestäubung

Eine Million Bienen für 100 Prozent Bestäubung
04.08.2022

Zum Weltbienentag pflegt die CDU im Kreis Verden traditionell den Austausch mit Imkern aus der Region und trifft sich am Arbeitsplatz der fleißigen Bienchen. In diesem Jahr haben sich die Kreisvorsitzende Hella Bachmann und die Thedinghauser Christdemokraten die Apfelplantage der Familie von Hans-Ole Schröder in Donnerstedt ausgesucht.
Familie Schröder hat bei der Bestäubung Hilfe von rund einer Million Insekten. Pünktlich zum Start der Apfelblüte starten sie ihre Arbeit. „Ohne die Hilfe der Bienen würden nur 35 Prozent der Blüten bestäubt werden. Durch die Bienen erreichen wir 100 Prozent“, erklären Schröder und Heinrich Kersten, erster Vorsitzender des Vereins „Bienenfreunde Verden“ und Betreuer des Bienenschulungsstandes in Verden-Eissel. „Bienen sind blütenstet“, erklärt Kersten, „wenn sie sich für eine Blüte entschieden haben, bleiben sie diesen Fruchtblüten treu und sorgen nebenbei für eine optimale Bestäubung.“
Die Schröders nutzen die Sammellust der kleinen Helferinnen auf allen Obstplantagen. „Die Zusammenarbeit mit den Imkern funktioniert hervorragend“, bestätigt Hans-Ole Schröder. „Tagsüber lassen wir die Bienen ihre Arbeit machen. Erst nach Bienenflug spätabends kommen wir, bei Bedarf, mit pflanzenschützenden Maßnahmen zum Einsatz. So kommen wir uns nicht in die Quere“, so Schröder.
Hella Bachmann und Heinrich Kersten bekräftigen den Schulterschluss zwischen Imkern und Landwirtschaft. Viele Neu-Imker, gerade in der Ausbildung der Kreisvolkshochschule, seien sehr interessiert an dem Informationsaustausch mit den Landwirten, um Abhängigkeiten und Synergieeffekte zu erkennen und einander zu verstehen. „Es ist wichtig, miteinander zu reden und nicht übereinander“, unterstreicht CDU-Landtagskandidatin Bachmann.
Beim Blick hinter die Kulissen einer Obstplantage bekommen die Christdemokraten auch einen eindrucksvollen Bericht über die „Schlafgewohnheiten des Obstbauern zur Blütezeit der Obstbäume“. „Wenn die Temperaturen gegen null gehen, ist bei uns die Nacht zu Ende. Dann geht die Alarmanlage los. Die Blüten müssen geschützt werden“, schildert Schröder. „Dann müssen wir in Nullkommanix die Wasserpumpen auf Hochtouren bringen. Bei der Frostschutzberegnung wird Wasser auf die empfindlichen Blüten gesprüht. Das Wasser gefriert auf den Blüten und es wird eine sogenannte Kristallisationswärme freigesetzt. Eine Art Schutzpanzer hält die Temperatur bei null Grad, und so nehmen die Knospen und Blüten keinen Schaden.“
Wasser spiele immer, vor allem aber in trockenen Sommern eine wichtige Rolle. Ohne die Tropfberegnung seien die Obstbäume auf den Plantagen in Gefahr, schildert Schröder den großen Wasserbedarf auf seinen Flächen.